Übertragung von Leishmaniose durch Beißen mit anderen Hunden möglich?

Die große Frage der Ansteckungsgefahr ist doch, ob die Möglichkeit einer Übertragung ohne das Zutun der Sandmücke besteht?
Generell muss man hier anmerken, dass die Schmetterlingsmücke oder eben die Sandmücke der Hauptverursacher für diese Infektion ist. Dennoch kann es durchaus sein, dass eine Übertragung von Hund zu Hund oder auch von Hund zu Mensch erfolgen kann. Ein minimaler Blutaustausch reicht bereits aus. Dafür brauchen nur beide Hunde eine kleine Verletzung haben und miteinander spielen oder sich auch, im schlimmsten Fall, beißen. Jeder Hundebesitzer weiß, dass es viele Vierbeiner gibt, die sich mit anderen nicht wirklich verstehen und das Erscheinen als eine Verletzung der Reviergrenzen ansieht. Ist es zu einer Beißerei gekommen und habe beide Hunde eine Verletzung, sollte nun auch der Mensch vorsichtig werden. Am besten lässt man die Verletzung beim Tierarzt behandeln. Viele legen auch selbst Hand an. Hierbei ist aber anzumerken, dass die Handschuhe nicht fehlen sollten und eine gründliche Reinigung der Wunde stattfinden soll. Sollten sich Symptome beim Hund zeigen, die auf eine Infektion mit Leishmaniose hinweisen, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen, damit eine entsprechender Labortest durchgeführt werden kann.

Weiße Blutkörperchen im Mückendarm

Die Leishmanien, also die Erreger der Leishmaniose quartieren sich beim Hund, wie auch beim Menschen, im Knochenmark ein, der Milz und der Leber. Die weißen Blutkörperchen werden im Mark gebildet und sind für unseren Schutz vorgesehen. Dieser Schutz wird nunmehr von den Leishmanien überrumpelt und nisten sich dort ein und vor allem vermehren sie sich ohne entdeckt zu werden. Sie sind zu Anfang als unbewegliche Kügelchen vorhanden, doch sobald weiße Blutkörperchen den Mückendarm erreichen, verwandeln diese sich in bewegliche. Sie gelangen in den Speichel der Sandmücke und nun nimmt die Infektion seinen Lauf. Eine solche mit beweglichen Leishmanien besetzte Mücke sucht sich ein neues Opfer und infiziert dieses. Die Parasiten lassen sich nun in das Knochenmark, die Milz oder die Leber spülen und sie werden sogar von den weißen Blutkörperchen "gefressen". Es findet eine erneute Umwandlung statt - aus den beweglichen Kügelchen werden wieder unbewegliche und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Hunde mit Leishmaniose und Kinder

Die Übertragung kann jedoch auch ohne die Sandmücke erfolgen. Die Leishmaniose beim Hund kann durchaus durch eine Bluttransfusion ausbrechen. Eine Übertragung zwischen Hunden oder von Hund zu Mensch durch den Speichel ist ausgeschlossen, da sich im Speichel normalerweise keine weißen Blutkörperchen befinden und somit auch keine Leishmanien vorhanden sind. Wer einen Hund mit Leishmaniose sein Eigen nennt, sollte jedoch dringend davon absehen, diesen als Familienhund zu integrieren. Die Infektionsgefahr mit Leishmaniose ist sehr hoch, wenn bereits die ersten äußeren Anzeichen sichtbar sind. Kinder fassen alles an und nehmen dann auch die Hände in den Mund oder sie verteilen die eventuell vorhandenen Leishmanien auf dem Körper, auf dem sich beispielsweise ein normaler Mückenstich befindet. So kann durchaus eine Übertragung erfolgen. Um das zu verhindern, sollte der Kontakt an sich verhindert werden.

Wir möchten nicht nur die Leishmaniose beim Hund erklären, sondern auch auf die Gefahren hinweisen, die für andere vorhanden sind. Handelt es sich dabei um andere Hunde oder aber auch um Menschen. Das Infektionsrisiko ist gleichbleibend. Wer mit seinem Hund in einem Urlaubsgebiet war, in dem Leishmaniose nachgewiesen ist, sollte dringend eine Laboruntersuchung beim Hund durchführen, damit eine Infektion ausgeschlossen werden kann. Sind Symptome zu erkennen, wie Durchfall, extremer Haarausfall zu untypischen Zeiten oder gar Nasenbluten ist sofort der Tierarzt aufzusuchen und der Kontakt zu dem Hund zu reduzieren.

Autor: Fritz Gehrmann

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